Entscheidung des Bundesgerichtshofs, Urteil vom 12.03.2009 – VII ZR 88/08

Auf eine wichtige Entscheidung des Bundesgerichtshofs, Urteil vom 12.03.2009 – VII ZR 88/08 – möchten wir – diesmal unkommentiert – hinweisen:

Der im Eildienst Bundesgerichtliche Entscheidungen mitgeteilte Leitsatz lautet:

Der Geschädigte kann vom Schädiger die fiktiven Kosten der Reparatur seines Pkw auch dann verlangen, wenn das Fahrzeug bei einem späteren Unfall am gleichen Karosserieteil zusätzlich beschädigt worden ist, die Reparatur des Zweitschadens zwangsläufig zur Beseitigung des Erstschadens geführt hat und der Kaskoversicherung des Geschädigten auf Grund seiner Einstellungspflicht für den späteren Schaden die Reparaturkosten vollständig erstattet hat.

Um zu erläutern, worum es geht:

Ein Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherung, muss auch dann für den fiktiven Unfallschaden aufkommen, wenn dieser auf Grund eines späteren Schadens – zwangsläufig – vollständig repariert wird!

Es soll also nicht dem Zufall überlassen bleiben, ob ein Schaden nach einem Unfall reguliert wird – oder nicht, selbst wenn nur ein fiktiver Schadensersatzanspruch auf der Basis eines Gutachtens geltend gemacht wird.

Ortwin Lowack