Bundesgericht schränkt Anscheinsbeweis bei Auffahrunfall auf der Autobahn ein

Mit Urteil vom 13.12.2011 – VI ZR 177/10 – abgedruckt im EBE vom 19.01.2012 hat der BGH entschieden, dass bei Auffahrunfällen auf der Autobahn der Anscheinsbeweis für das Alleinverschulden des Auffahrenden in der Regel dann nicht anwendbar ist, wenn „zwar feststeht, dass vor dem Unfall ein Spurwechsel des vorausfahrenden Fahrzeugs stattgefunden hat, der Sachverhalt aber im Übrigen nicht aufklärbar ist.“

In dem vom BGH entschiedenen Fall wurde die Auffassung des Landgerichts bestätigt, das von einer 50:50 Haftung beider Verkehrsteilnehmer ausging!!!

Ortwin Lowack