BGH äußert sich zur Regulierung eines Unfalltotalschadens bei Abrechnung auf der Basis eines Sachverständigengutachtens

In seinem Urteil vom 13.10.2009 – VI ZR 319/08 abgedruckt im Eildienst vom 31.12.2009 erkennt der BGH zunächst an, dass der Unfallgeschädigte bei Totalschaden auch dann, wenn er das Fahrzeug reparieren lässt und weiter nutzten will, grundsätzlich den Brutto-Wiederbeschaffungswert abzüglich der vom Sachverständigen ermittelten Bruttorestwerte zu Grunde legen kann.

Allerdings erhöht der BGH die Anforderungen an die Ermittlung des Restwerts eines Fahrzeugs durch den Sachverständigen. Demnach genügt nicht der Hinweis, dass zum Restwert ein „Angebot“ vorliege bzw. „Angebote von Interessenten“ vorlägen. Vielmehr muss der Sachverständige für eine ausreichende Schätzgrundlage entsprechend der Empfehlung des 40. Deutschen Verkehrsgerichtstags im Regelfall drei Angebote einholen!
Ortwin Lowack